Meine Zeit hier geht dem Ende entgegen... dass heisst viele Reden, Verabschiedungen, Farewell-Parties... alles ein bisschen nervig...

Mein Gefuehl im Moment ist, ich will entweder noch eine Weile hier bleiben oder gleich nach Hause...

 

naja, aber ich bin ja noch hier.... aalso das ist mein Programm fuer die verbleibende Zeit:

27.7 Rede vor der gesamten Schule auf Japanisch natuerlich

31.7 Minowa Stadtfest

1.8 Vergnuegungspark>FujiQHighland

2.8 mit meiner Gastschwester zu einer befreundeten Familie Mittag essen

3.8 Mit Freunden ins Schwimmbad

4.8 Abschiedsessen mit meiner super netten Japanischlehrerin, abends Abschiedessen mit Klassenkameraden...

5.8 ev. Abschiedsfeier mit dem Musikclub, abends Rotaryparty

6.8 regulaeres Rotary-Treffen(1.Freittag im Monat/Mittagessen)

7.8 nach Matsumoto um Wasabi-eis zu essen

8.8 Zur Kirche, Gottesdienst und verabschieden

9.8 Zimmer fertig machen(den Koffer hab ich hoffentlich schon vorher gepackt, obwohl ich nicht weiss, wo ich die Zeit dafuer hernehmen soll...)

10.8 Aufbruch nach Tokyo

11.8 Flug zurueck nach Frankfurt/Bahn nach Berlin

 

ok, wie oft kam jetzt das Wort Abshied vor?...

naja, aber ein paar schoene Sachen sind ja auch dabei und ein bisschen freu ich mich auch schon auf zu Hause :D

2.8.10 16:01, kommentieren

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Inzwischen bin ich in meiner vierten und letzten Gastfamilie. Zum ersten mal bin ich hier unter Gleichaltrigen. Meine Gastgeschwister sind 16, 18 und 20, zwei Jungen und ein Maedchen. Meine Gastschwester wird im August dann nach Deutschland/Neuruppin gehen (auch mich Rotary).

Mein Zimmer hier ist im japanischen Stil, das heisst Reismatten, kein Bett, dafuer Matten, bemalte Schiebetueren und Papierfensterschirme.

Hier fuehle ich mich sehr wohl und, sicherlich durch die Gesellschaft meiner Gastgeschwister, spreche ich hier viel mehr als zuvor, wovon meine japanische Sprachqualitaet sehr profitiert.

Ich habe mich auch entschlossen, wenn ich zurueckkomme einen International anerkannten Japanischtest in Berlin zu machen. Fuer diesen Test muss ich etwa 350 der Schriftzeichen verstehen und lesen koennen. Diese uebe ich zumeist mit der anderen Austauschschuelerin (von AFS) meiner Schule, „Shi-chan“. Sie kommt aus Malaysia, mit chinesischer Abstammung, weshalb die Schriftzeichen fuer sie ueberhaupt kein Problem sind. Von ihr habe ich auch erfahren, dass die Autauschschueler von AFS an einem Wochenende Bergsteigen gehen wollten. Da ich hier ja in den Japanischen Alpen bin, hatte ich natuerlich interesse und auf die Nachfrage, ob ich moeglicherweise auch daran teilnehmen koennte erhielt ich eine positive Antwort. So habe ich auch die vier weiteren Austauschschueler von AFS getroffen. Als ich dann am Treffpunkt aus dem Auto gestiegen bin, kamen mir gleich zwei von ihnen entgegengestuermt und begruessten mich auf...: Deutsch. Sie waren aber nicht etwa aus Deutschland, sondern aus Frankreich und China. Besonders beeindruckt war ich von dem Chinesen. Fuer nur ein halbes Jahr Deutschunterricht war er wirklich gut. Warum er Deutsch lernen wollte? Er mag deutsche Autos!

Das Wochenende war auf jeden Fall sehr schoen, wir haben uns viel unterhalten, gelacht und neue Freundschaften geknuepft.


Natuerlich gab es auch wieder Aktievitaet im Musikclub. An einem Wochenende sind wir zu einem „Trainingslager“ gefahren, also viel singen, aber auch viel Zeit zum Spielen und Reden.

Letzte Woche war dann das Schulfest, welches ganze drei Tage + einen Tag auf- und einen Tag abbauen dauerte.

Mit dem Musikclub haben wir ein kleines Konzert gegeben, im Ikebana(Blumen)Club haben wir Blumengestecke gemacht und dann ausgestellt und im Teezeremonieclub haben wir den bitteren Japanischen Tee, Maccha(gespr. Mattscha) traditionell zubereitet und dann an die Gaeste und Schueler ausgeteilt. Dabei haben wir einen Yukata getragen. Das ist sozusagen der Kimono fuer den Sommer.


Am letzten Abend wurde dann alles abgebaut und das Brennbare auf eine Haufen gepackt. Dann kamen die 3.Klaessler(Abschlussjahrgang) vom Kyudo-Club (japanisches Bogenschiessen) und haben den Haufen ganz cool mit brennenden Pfeilen angezuendet.

Wer wollte konnte sich dann ums Feuer versammeln und dann wurde getanzt, immer schoen ums Feuer herum. Nach zwei Stunden waren wir dann alle total verschwitz... Zeit fuer die Schlammschlacht!!! Einfach zwei Wasserschlaeuche aufs Baseballfeld und los gings, natuerlich mit Sachen. Am Ende war dann auch das rote T-Shirt braun, und Anna gluecklich :D


Das Schulfest zaehlt auf jeden Fall zu einem der besten Erlebnisse meines Japanaufenthalts!

Am 11.8 muss ich dann zurueck nach Deutschland. Den letzten Monat werde ich aber natuerlich noch geniessen. Wahrscheinlich werde ich noch nach Hiroshima fahren und in den riesigen Vergnuegungspark am Fujiyama.


4 Kommentare 7.7.10 12:19, kommentieren

Japanischer Service

Heute schreibe ich mal ueber den Japanischen Service.

Besonders gut kann man das an Tankstellen sehen:

Mann faehrt neben die Zapfsaeule und sofort kommt ein netter Tankwart angerannt und fragt, was man denn gerne moechte. Waehrend das Auto getankt wird, putzt er dann die Autoscheiben und gibt auch einen Lappen ins Auto, um die Amaturen abzuwischen.
Bezahlt wird per Karte und schon kann man weiterfahren.
Dabei rufen alle anwesenden Angestellten laut „Arigatou Gozaimashita“ hinterher, was vielen Dank bedeutet. Ausserdem gibt es an vielen Stellen auch Punktkarten, man sammelt also bei jedem Tanken Punkte. Erst letztens hat meine Gastfamilie die Punktkarte fertig gekriegt und die Belohnung ist: Toilettenpapier \(^_^)/
Ausserdem zur Auswahl standen noch Taschentuecher^^ Also, zumindestens ist es kein Schnickschnack, der nur Staub faengt, nicht wahr?

:D



1 Kommentar 7.7.10 11:34, kommentieren

Mit dem Musikclub zum Japanausscheidt

Ich war heute mit dem Musikclub in Matsumoto. Dort war das Nagano-Vocal-Ensamble-Festival. Es waren Mittelschulen und Highschools da und jeweils der beste faehrt dann zum Gesamt-Japan-Ausscheidt.

Wir haben jedenfalls zu acht Amazing Grace gesungen und anscheinend hat es den Juroren gefallen, denn wir sind erster geworden!!!

Also fahren wir dann in einem Monat nach Tokio =)

 

Uebringens, wer immer schnell erfahren moechte, wenn ich was neues geschrieben habe, der kann meinen blog einfach abbonieren^^

1 Kommentar 14.2.10 13:24, kommentieren

Die Geschichte von meinem Laptop...

Ich hatte mir also am 3. Oktober letztes Jahr einen Laptop gekauft... soweit ganz gut und schön, Vista... nur ein Problem: Internet geht nicht...

Ist natürlich nicht so schön. Wir probieren alles mögliche aus, ich kann den Computer mit Vistalizator sogar auf Deutsch umstellen, bringt aber alles nichts. Schließlich komme ich zu dem Schluss, dass es an dem Anschluss liegen muss. Dann, mitte November, wechsle ich die Gastfamilie, aber auch hier geht das Internet nicht...Ich kann mir aber solange ich brauche den Computer der Gastfamilie ausleihen.

Mitte Januar spreche ich das Thema dann nochmal an und sage meinen Gasteltern, dass ich den Computer gerne mal im Laden unüberprüften lassen würde. Also bringen wir ihn zum Laden. Die schauen sich den auch erst mal an und meinen auch erstmal, dass das am Anschluss liegt. Ich zeige ihnen dann aber die Fehlermeldung im Gerätemanager und sie meinen sie werden den Computer mal dabehalten und angucken...das kann so etwa eine Woche dauern... Nach einer Woche kommt dann der Anruf, sie können das Problem auch nicht beheben und werden den Computer weiter zum Hersteller schicken, das kann dann einen Monat dauern... Letzte Woche kommt dann ein Anruf vom Hersteller: die Reparatur würde 50000 Yen kosten (der Laptop allein war bloß 45000Yen).

Das kann wohl nicht angehen! Schließlich muss es ja auch in Japan ein Kaufrecht geben... Da mach ich mich mal eben schlau, und ja, Japan hat dem Kaufrecht der UN zugestimmt. Dann die entsprechenden Stellen rausgesucht und einen Brief geschrieben (auf Englisch) und den dann am nächsten Tag im Laden abgegeben.... Und schon am Abend kommt ein Mitarbeiter vorbei und bringt mir einen neuen Laptop. Im Prinzip gleiches Model, aber: Internet geht und: es ist Windows7 =)

Lang hats gedauert, aber jetzt ists endlich okay und ich kann wieder Bilder hochladen und meinen Blog weiterschreiben =)

 

1 Kommentar 12.2.10 15:46, kommentieren

Warum heute ein toller war... :)))

 

Eigentlich fing es ja schon gestern an... Also heute morgen hab ich mich schon mal gefreut, dass ich gestern soviel japanisch mit den anderen geredet habe...Dann beim Fruehstueck (ich war zwar etwas spät, aber egal) sagen mir meine Gasteltern, dass ein Fax mit den nächsten Gastfamilien gekommen ist =)
Am 6.3. komm ich dann in meine 3. Gastfamilie und am 29.4. in die 4. Und die Tochter von denen habe ich nämlich bei der letzten Rotary-Orientation kennengelernt. Sie geht im Sommer dann als Austauschschüler nach Deutschland. Und wir verstehen uns ganz gut... Ich freu mich schon drauf, wenn ich in die Familie komme!


Dann hatten wir heute nur 3 Stunden Unterricht. Naja, eigentlich war ich in der ersten Stunde in der Bibliothek (die anderen hatten altes japanisch). Da hab ich erstmal ein bisschen ein von den englischen Büchern gelesen, die Julia dagelassen hatte. Am Ende geh ich an dem einen Bücherregal vorbei und mein Blick bleibt an dem einen Buch hängen:ミヒャエル・エンデ(Mihyaelu Ende)

Da guck ichs mir genauer an und da ist es doch tatsächlich die Unendliche Geschichte!Und daneben stehen noch ganz viele andere tolle Bücher :DHarry Potter, Eragon, Erdsee,... und auch das Buch, was ich auf englisch angefangen hatte zu lesen, Das Amulett von Samarkand oder so ähnlich gabs da... ich wollte eigentlich gleich anfangen zu lesen, aber das musste erstmal warten...ich hatte ja trotzdem noch zwei Stunden Unterricht. Und für die meisten Bücher muss ich erstmal noch mehr Schriftzeichen lernen...

In der zweiten Stunde haben wir dann den Stundenplan für die Zeit bis zu den Ferien bekommen. Die Ferien fangen am 20.3. an und bis dahin habe ich noch 4 Tage Tests, und 13 Schultage, welche 13 Freistunden (japanisch), 13 Mathematik- und Englischstunden, 12 Naturwissenschaftsstunden, 9 Erdkunde- und Sportstunden und 4 Musikstunden beinhalten \(g)/

 

In der dritten Stunde haben wir einen Excel-Test geschrieben, war aber alles nur theoretisch und ich konnte nur 2,5 von 6 Blättern ausfüllen (die meiste Zeit brauch ich immer noch zum Lesen) und dann war ja auch noch die Schwierigkeit: welches Zeichen heißt jetzt linksund welches rechts??? Aber auch egal, ich war mal wieder froh den Test großenteils verstanden zu haben ;D

Weil ich noch nicht ins kalte Clubhaus wollte bin ich also nochmal zurück in die Bibliothek mir die Büchern nochmal angucken gegangen. 

Dann als die die andern mit dem Putzen fertig waren (ich hatte diese Woche frei) haben wir zusammen um den Ofen im Clubhaus gesessen und Obento gegessen und dann Amazing Grace geübt. Das wollen wir am Sonntag dann bei einem Wettbewerb der Musikclubs singen. Jedenfalls hat ständig einer angefangen zu lachen und es war einfach nur lustig =)

 

Warum bin ich so fröhlich, so fröhlich, so fröhlich, bin ausgesprochen fröhlich, so fröhlich war ich nie...

ureshii!!!!!!!!!

2 Kommentare 12.2.10 13:53, kommentieren

Ganz viel auf einmal: Ende September bis Anfang November

Okay, Mein letzter Bericht ist ja schon lange her... Das liegt wohl daran, dass ich jeden Tag um halb acht aus dem Haus gehe und abends nach dem Club erst um halb acht weider komme. Das ist ziehmlich anstrengend, macht aber auch riesig Spass. Ich war sogar letzten Samstag und Sonntag in der Schule um ein Lied zu proben, dass wir dann mit dem Chor bei so einem Musikfestival gesungen haben. Wir waren bloss zu sechst: 2x Maennerstimmen, 2x Sopran und 2x Alt (wo ich mitsinge).

 emotion

Also jezt dafuer ganz viel:

Ja, was ist so neues passiert hier?
Vor ner Weile hatten wir drei Tage lang Tests geschrieben, das heisst ich habe nur Mathe, Englisch und Chemie mitgeschrieben und habe danach die Stadt erkundet. Eigentlich gibt es nicht wirklich viel zu entdecken.

Einmal bin ich auch mit Julia zur Inakita Highschool gelaufen und haben den Englischclub besucht. Wieder einmal bin ich vielen netten Japanern begegnet^^ Nur das Englisch von dem Clublehrer ist ein wenig ... 

In dem Club ist jedenfalls auch die eine Austauschschuelerin (AFS) aus Daenemark.
Jeden ersten Freitag im Monat geh ich immer zum Rotarymeeting, wo ich ein bisschen was erzaehlen soll( auf japanisch natuerlich), Mittag esse und mein Taschengeld bekomme. Mein japanisch ist immernoch ziehmlich schlecht...

Ich hab jetzt auch schon ein paar mal Purikura mit meinen Freundinnen gemacht. Dass sind so Bildchen aus nem Fotoautomaten , die man dann ganz knallig bunt bearbeiten kann. Ist wirklich lustig und ich frage mich warum es sowas noch nicht in Deutschland gibt. Wir waren auch im Gamecenter, was ziehmlich laut und bunt ist. In diesen Rummelautomaten, wo man meistens versucht Kuscheltiere mit diesem Greifarm zu greifen, gibt es sogar Eiscrem, Spielzeug und sonstawas... Es gibt wirklich wirklich alles zu gewinnen...

Inzwischen tragen wir jetzt die Winteruniform in der Schule, also zusaetzlisch noch einen Blazer. Es ist trotzdem total kalt ***bibber*** alle sitzten schon mit Decken im Unterricht, weil die Raeume nicht geheizt werden... Ein Teil hat auch Strumpfhosen an. Meistens drittklaessler, aber ich auch. Ich frage micht wie es manche immer noch ohne aushalten koennen... Mein Tuch ist natuerlich auch immer dabei

Anfang Oktober hatte ich mir auch einen Laptop gekauft. Leider funktioniert das Internet nicht...Ich vermute es liegt daran, dass es kein Treiber fuer das Modem gibt und im Internet habe ich auch nichts gefunden... Ich hoffe mal, dass es dann in der neuen Gastfamilie mit nem neuen Anschluss klappen wird. Ach ja, wenn ich das richtig verstanden habe, wechsel ich am 20.11 in meine 2. Gastfamilie.

Immerhin einen Vorteil hat Vista: man kann ein Programm aus dem Internet herunterladen, mit dem man die Sprache vom gesamten Computer aendern kann. Ich kann jetzt also zwischen Japanisch, Englisch und Deutsch  wechseln.

Ein Highlight war auch "Taifunfrei"(7.10). Schon eine Woche vorher wurde in den Nachrichten staendig davon berichtet. 2004 war wohl schonmal so ein aehnlicher Taifun gewesen, der ziehmlichen Schaden angerichtet hatte. Also wurden an dem einen Tag alle Clubs abgesagt und die Schule Taifundicht gemacht. Als ich dann schon Nachmittag nach Hause gefahren bin, hat es schon gegossen und gestuermt und ich war froh ueber meinen Schirm.
Am naechsten Tag war also frei. Ich bin um halb sieben aufgewacht und hab aus dem Fenster gesehen. Man hat den Wind sogar im Haus gehoert und gespuert. Ausserdem war es auch ziehmlich kalt. Die Haeuser sind hier nicht isoliert und es gibt keine Zentralheizung... Aber schon vormittags um 9 Uhr war ueberhaupt kein Wind mehr und die Sonne kan langsam raus. Am Nachmittag bin ich dann bei schoenstem Sonnenschein etwas joggen gegangen, allerdings war es schon wieder windiger.

 

Wir hatten dann auch einen Sport/Lauftag... 22 km fuer die Maedchen und 30 fuer die Jungen... Vorher hatten wir schon jede Sportstunde 3 km laufen muessen, und irgendwie hatte ich mich auf dieses Laufdingens gefreut. Leider waren meine Turnschuhe kurz vorher kaputt gegangen und ich musste in meinen normalen Schuhen laufen, weshalb mir danach die Fuesse wehtaten. Wir hatten insgesamt 6 Stinden Zeit und ich war nach 3h6min wieder da. Unterwegs gab es Streckenposten, die den Weg gezeigt haben und drei Checkpunkte mit Trinken, Toiletten und Zuckerbonbons^^ Hier ist es ja ziehmlich bergig, also bin ich Bergauf immer gegangen und runterzu gelaufen. Da hatte ich auch genug Zeit die Landschaft zu bewundern. Es war es super Wetter und die Baeume haben langsam angefangen sich bunt zu faerben. Im Ziel gabs dann Suppe, die von den Eltern in riesigen Toepfen zubereitet wurde. Keine Ahnung warum, aber es war echt ein tolles Erlebnis =) Am naechsten Tag hatte ich nicht einmal Muskelkater...

Ich war dann auch mit meiner Gastfamilie zu einem Niko-Konzert gefahren. Niko, das ist ein traditionelles Streichinstrument mit einer Seite. Ich glaube es kommt aus China. Mein Gastvater spielt das jedenfalls auch. Eigentlich hoert es sich ganz gut an, das ist aber eine Art Musik, die mit der Zeit ziehmlich anstrengend wird. Nebenbei bestand der Grossteil der Zuschauer aus Frauen ueber fuenfzig... Wir kamen dann abends recht spaet zurueck und ich war ziehmlich erschoepft. Da erfuhr ich, das wir am naechsten Tag schon den Zug um 6:38 nehmen muessen, um nach Matsumoto zu fahren.

In Matsumoto war dann so eine Art Distriktkonferenz. Wir fuenf Austauschschueler und zwei Japanerinnen, die letztes Jahr in den USA waren mussten auch eine kleine Rede halten. Jeder hatte 45 Sekunden Zeit fuer vor gehen, sich verbeugen, Rede reden, sich verbeugen und wieder zurueck zu gehen. Und das wurde vorher mit Stopuhr?! geprobt! 
Mir ist aufgefallen, dass mein japanisch eigentlich ja gar nicht so schlecht ist, dafuer das ich erst zweieinhalb Monate hier bin... Ausserdem ist japanische Aussprache fuer einen deutschen Muttersprachler viel einfacher als fuer Amerikaner. Die beiden amerikanischen Austauschschueler hoeren sich auf japanisch echt lustig an und natuerlich duerfen sie die Woerter, die aus dem englischen ins japanische uebernommen wurden, nicht richtig englisch aussprechen, sondern japanisch...
Bei diesem Treffen hat mich doch tatsaechlich jemand auf 22 Jahre geschaetzt?!
Vor zwei Wochen wurden die Sitzplaetze in der Klasse neu ausgelost. Vorher sass ich ja ganz hinten, aber jetzt sitze ich mitten im Raum... Irgendwie sind alle, die immer Quatsch im Unterricht machen oder schlafen in einer Ecke gelandet. Das heisst, dass es entweder ganz laut ist oder ganz leise.
Ja, und dann hatte ich ja Geburtstag...
Ich hattemeine Freunde aus dem Club gefragt, ob wir zusammen was machen wollen, da aber am naechsten Wochenende ein Auftritt anstand, waere es schlecht gewesen, wenn fast der ganze Chor gefehlt haette. Aber als ich frueh in den Raum kam, haben sie Happy Birthday fuer mich gesungen *grins*

Da ich in der 6. Stunde altes Japanisch( fast schon wieder chinesisch) gehabt haette, wo ich immer in der Bibliothek selbststaendig lernen gehe, haben Julia und ich beschlossen mal etwas Praxisunterricht zu machen: "Wie verhalte ich mich in einem Restaurant/Caffee?" und"Wie bestelle ich eine Pizza?". Ich habe voellig japanische Pizza( Mayonaise/Mais) gegessen. Danach haben wir im Gamecenter Purikura gemacht. Da laeuft ja immer ne Uhr mit, so das man fuer Fotografieren und bearbeiten insgesamt etwa 5 Minuten hat. Zum Glueck ist die Uhr immer stehen geblieben, sodass wir vielleicht 30 Minuten hatten =)


 

Nach dem Abendessen habe ich dann schnell den Computer angemacht um nach Hause zu Skypen. Meine Eltern hatten meine Freunde eingeladen, ich hatte aber vorher nichts davon gewusst und das war eine echt tolle Ueberraschung!!! Ich glaube wir haben ueber 4 Stunden gequatscht^^ DANKE!!!


 Ach ja, vor dem Fruehstuck hatte ich auch noch die Briefe geoeffnet, die alle schon vorher eingetroffen waren. Das war schon mal ein guter Start in den Tag.
Mit meiner Gastfamilie hatten wir schon am Samstag zuvor ein wenig gefeiert. Sie hatten sogar eine Torte mit "Happy Birthday Anna". Ansonsten wird Geburtstag in Japan fast gar nichts gemacht.

 

Am naechsten Tag kam dann das Paket von meinen Eltern. Es war also 15 Tage unterwegs gewesen. Ich habe die ganze Zeit beim auspacken gegrinst und mich gefreut^^ ***mein Schatzzzzzzz***
Im Sportunterricht haben wir gerade mit Tennis angefangen. Das macht echt Spass und ich denke ich werde zum naechsten Schuljahr(beginnt im April)  noch einmal probieren in den Tennisclub einzutreten.

Letztes Wochenende war dann der Auftritt vom Chor, was ich schon oben geschrieben habe. Nach dem Auftritt hat es dann in Stroemen geregnet und natuerlich hatte ich keinen Schirm dabei. Als ich dann wieder zu Hause ankam waren meine Schuhe total durchgeweicht und meine Gasteletern sind mitmir noch Schuhe kaufen gefahren. Wie ich schon vermutet hatte sind meine Schuhe fuer japanische Verhaeltnisse ziehmlich gross. Damenschuhe gibt es nur bis grosse 24,5/max.25cm. Ich hab dann ein Paar schoene Turnschuhe (in der Maennerabteilung) gefunden.

Im Chor haben wir mit dem Lied "Muss i denn" angefangen... Eigentlich gibt es auch schoenere deutsche Lieder aber naja...Aber es ist sehr lustig, wie ich versuche, ihnen die Aussprache beizubringen^^ emotionBesonders mit dem ch bei doch haben sie Probleme, Aber da das Lied ja sowieso im Dialekt gesungen wird , merkt das keineremotion

2 Kommentare 7.11.09 13:09, kommentieren

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