Inzwischen bin ich in meiner vierten und letzten Gastfamilie. Zum ersten mal bin ich hier unter Gleichaltrigen. Meine Gastgeschwister sind 16, 18 und 20, zwei Jungen und ein Maedchen. Meine Gastschwester wird im August dann nach Deutschland/Neuruppin gehen (auch mich Rotary).

Mein Zimmer hier ist im japanischen Stil, das heisst Reismatten, kein Bett, dafuer Matten, bemalte Schiebetueren und Papierfensterschirme.

Hier fuehle ich mich sehr wohl und, sicherlich durch die Gesellschaft meiner Gastgeschwister, spreche ich hier viel mehr als zuvor, wovon meine japanische Sprachqualitaet sehr profitiert.

Ich habe mich auch entschlossen, wenn ich zurueckkomme einen International anerkannten Japanischtest in Berlin zu machen. Fuer diesen Test muss ich etwa 350 der Schriftzeichen verstehen und lesen koennen. Diese uebe ich zumeist mit der anderen Austauschschuelerin (von AFS) meiner Schule, „Shi-chan“. Sie kommt aus Malaysia, mit chinesischer Abstammung, weshalb die Schriftzeichen fuer sie ueberhaupt kein Problem sind. Von ihr habe ich auch erfahren, dass die Autauschschueler von AFS an einem Wochenende Bergsteigen gehen wollten. Da ich hier ja in den Japanischen Alpen bin, hatte ich natuerlich interesse und auf die Nachfrage, ob ich moeglicherweise auch daran teilnehmen koennte erhielt ich eine positive Antwort. So habe ich auch die vier weiteren Austauschschueler von AFS getroffen. Als ich dann am Treffpunkt aus dem Auto gestiegen bin, kamen mir gleich zwei von ihnen entgegengestuermt und begruessten mich auf...: Deutsch. Sie waren aber nicht etwa aus Deutschland, sondern aus Frankreich und China. Besonders beeindruckt war ich von dem Chinesen. Fuer nur ein halbes Jahr Deutschunterricht war er wirklich gut. Warum er Deutsch lernen wollte? Er mag deutsche Autos!

Das Wochenende war auf jeden Fall sehr schoen, wir haben uns viel unterhalten, gelacht und neue Freundschaften geknuepft.


Natuerlich gab es auch wieder Aktievitaet im Musikclub. An einem Wochenende sind wir zu einem „Trainingslager“ gefahren, also viel singen, aber auch viel Zeit zum Spielen und Reden.

Letzte Woche war dann das Schulfest, welches ganze drei Tage + einen Tag auf- und einen Tag abbauen dauerte.

Mit dem Musikclub haben wir ein kleines Konzert gegeben, im Ikebana(Blumen)Club haben wir Blumengestecke gemacht und dann ausgestellt und im Teezeremonieclub haben wir den bitteren Japanischen Tee, Maccha(gespr. Mattscha) traditionell zubereitet und dann an die Gaeste und Schueler ausgeteilt. Dabei haben wir einen Yukata getragen. Das ist sozusagen der Kimono fuer den Sommer.


Am letzten Abend wurde dann alles abgebaut und das Brennbare auf eine Haufen gepackt. Dann kamen die 3.Klaessler(Abschlussjahrgang) vom Kyudo-Club (japanisches Bogenschiessen) und haben den Haufen ganz cool mit brennenden Pfeilen angezuendet.

Wer wollte konnte sich dann ums Feuer versammeln und dann wurde getanzt, immer schoen ums Feuer herum. Nach zwei Stunden waren wir dann alle total verschwitz... Zeit fuer die Schlammschlacht!!! Einfach zwei Wasserschlaeuche aufs Baseballfeld und los gings, natuerlich mit Sachen. Am Ende war dann auch das rote T-Shirt braun, und Anna gluecklich :D


Das Schulfest zaehlt auf jeden Fall zu einem der besten Erlebnisse meines Japanaufenthalts!

Am 11.8 muss ich dann zurueck nach Deutschland. Den letzten Monat werde ich aber natuerlich noch geniessen. Wahrscheinlich werde ich noch nach Hiroshima fahren und in den riesigen Vergnuegungspark am Fujiyama.


7.7.10 12:19

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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Erika Buchwald (7.7.10 12:41)
viel Spaß bei deinen Exkursionen!


Roman Iwer (7.7.10 19:58)
hallo Claudi,
hört sich alles recht spannend an was du da drüben machst. Im Landeskader erwartet zumindest einer einen spannenden Bericht bei deiner Rückkehr

Viele Grüße aus Potsdam nach Japan,
der Roman vom PSSC


ダイスӞ / Website (2.9.10 13:05)
会いたかった。><

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